Indiana Jones ist ein storygetriebenes Action-Adventure, das stark auf Film-Atmosphäre, Rätsel und Erkundung setzt. Ich habe das Spiel selbst getestet und dabei besonders gemerkt, wie sehr es versucht, das Gefühl der klassischen Abenteuerfilme einzufangen – mit Tempeln, Geheimnissen und viel Nahkampf-Action. Im Mittelpunkt steht die ikonische Figur Indiana Jones, die in einer neuen eigenständigen Geschichte auf Schatzsuche geht. Erhältlich ist das Spiel für PC und Xbox Series X|S, eine PlayStation-Version ist je nach Stand der Veröffentlichung später geplant oder nachgereicht worden.
DARUM GEHT ES IM GAME
Im Spiel schlüpft man in die Rolle von Indiana Jones, der sich erneut auf eine weltumspannende Jagd nach antiken Relikten und verborgenen Geheimnissen begibt. Die Geschichte ist dabei stark cineastisch inszeniert und erinnert sehr an die Filme, nur eben interaktiv. Im Zentrum steht eine Verschwörung rund um ein mysteriöses Artefakt, das verschiedene Fraktionen unbedingt in die Hände bekommen wollen. Was mir beim Spielen direkt aufgefallen ist: Die Story nimmt sich viel Zeit für Atmosphäre. Zwischensequenzen, Dialoge und ruhige Erkundungsmomente sind genauso wichtig wie Action-Szenen. Das Spiel versucht nicht, durchgehend Hektik zu erzeugen, sondern baut Spannung eher langsam auf, ähnlich wie in einem klassischen Abenteuerfilm.
GAMEPLAY
Das Gameplay ist eine Mischung aus First-Person- und gelegentlich inszenierten Third-Person-Momenten, was anfangs etwas ungewohnt wirkt, sich aber schnell natürlich anfühlt. Der Fokus liegt klar auf Erkundung, Rätseln und
immersiver Action. Ein großer Teil des Spiels besteht daraus, alte Ruinen, Tempel und Grabstätten zu untersuchen, Hinweise zu finden und Umgebungsrätsel zu lösen. Diese Rätsel sind meistens logisch aufgebaut und stark in die Spielwelt integriert, sodass sie sich selten wie „Menü-Puzzles“ anfühlen, sondern eher wie echte archäologische Probleme. Kämpfe spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, sind aber eher bodenständig gehalten. Statt übertriebener Action geht es oft um improvisierte Nahkämpfe, den Einsatz der Peitsche und das Nutzen der Umgebung. Besonders die Peitsche ist ein zentrales Werkzeug, sowohl im Kampf als auch beim Traversal, etwa um Hindernisse zu überwinden oder Gegner zu entwaffnen. Beim Spielen hatte ich oft das Gefühl, dass das Spiel bewusst nicht zu actionlastig werden will. Stattdessen steht das Abenteuergefühl im Vordergrund: Entdecken, entschlüsseln, überleben. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass sich das Gameplay weniger wie ein typischer Shooter anfühlt, sondern eher wie ein interaktiver Abenteuerfilm.
GRAFIK
Optisch ist Indiana Jones extrem stark auf Atmosphäre ausgelegt. Die Umgebungen wirken detailliert, glaubwürdig und abwechslungsreich – von dichten Dschungeln über alte Tempel bis hin zu urbanen Schauplätzen. Besonders Licht- und Schatteneffekte tragen viel dazu bei, dass viele Szenen sehr filmisch wirken. Charaktermodelle sind hochwertig umgesetzt, wobei Indiana Jones selbst sehr nah an seinem bekannten Filmlook bleibt, was die Immersion deutlich stärkt. Animationen wirken insgesamt flüssig und unterstützen die cineastische Präsentation gut. Technisch ist das Spiel sehr stabil inszeniert, auch wenn es gelegentlich eher auf Stimmung als auf absolute grafische Perfektion setzt. Was mir besonders aufgefallen ist: Viele Szenen sind so gestaltet, dass sie fast wie aus einem Film übernommen wirken, ohne dabei die Kontrolle vom Spieler zu stark wegzunehmen.
⭐ FAZIT
Indiana Jones ist für mich ein sehr atmosphärisches Abenteuer-Spiel geworden, das vor allem durch seine Inszenierung und das starke Gefühl von „Film zum Spielen“ überzeugt. Die Mischung aus Rätseln, Erkundung und moderater Action funktioniert überraschend gut und sorgt dafür, dass das Spiel selten langweilig wirkt. Besonders Fans von klassischen Abenteuerstories oder den Filmen rund um Indiana Jones werden hier viel wiederfinden. Schwächen liegen eher darin, dass das Spiel bewusst kein reiner Actiontitel ist und dadurch manchmal etwas ruhiger oder langsamer wirken kann. Unterm Strich ist es aber genau das, was es sein will: ein interaktives Abenteuer mit starker Atmosphäre und klarer Film-Identität.